Kulturinsel Bramfeld
Wir wünschen uns für Bramfeld:
Einen Saal für Theater, Musik und größere Veranstaltungen
Ein Stadtteilkino
Gruppenräume in verschiedenen Größen
Ein Atelier mit viel Licht für Malkurse
Musikübungsräume
Ein digitales Labor für Multimediaprojekte
Mehr Raum für das Stadtteilarchiv
Um diese Wünsche umzusetzen, gründete sich in Bramfeld aus einer Bürgerinitiative heraus der “Kulturinsel e.V.”.
Der Kulturinsel Bramfeld e.V. setzte sich seit Beginn der 2000er Jahre für die Entwicklung eines weitreichenden Areals für Kultur im Bramfelder Ortskern ein. Ziel war es, einen Ort zu schaffen, der Raum für Theater, Musik, Kino, Kunst, digitale Projekte, Vereinsarbeit und das Stadtteilarchiv bieten sollte.
Der Verein verstand sich als Netzwerkpartner, der gemeinsam mit dem Brakula die Koordination des Hauses sowie Querschnittsaufgaben übernehmen wollte. Durch die Organisation von Gemeinschaftsprojekten sollte die Kulturinsel zudem als eigenständige Marke wirken und die Zusammenarbeit der Kulturschaffenden in Bramfeld stärken. So sollte das Stadtteilleben aktiv gestaltet und kulturelle Vielfalt nachhaltig gefördert werden.
Als Fläche wurde das Grundstück neben dem Brakula gefunden, welches damals noch von einem Autohändler genutzt wurde
Nach jahrelangem Engagement stand 2019 die Finanzierung des Vorhabens fest. Im März 2021 war das Baugrundstück vorbereitet und die Umsetzung nahm Gestalt an. Alte Lagerhallen und Werkstätten wurden abgerissen und 5.000 m² versiegelte Parkplatzfläche wurde in Grünflächen umgewandelt. Das historische Försterhaus, welches dem Autohändler als Büro diente, wurde denkmalschutzgerecht kernsaniert und bildet das das Zentrum des Projekts.
Am 25. September 2022 wurde die Kulturinsel feierlich eröffnet. Das Bramfelder Feuerwehrorchester sorgte für Stimmung, das Kindertheater brachte die Jüngsten zum Lachen und musikalische Beiträge machten den Tag zu einem besonderen Erlebnis. Auch das Gymnasium Osterbek und viele weitere Akteur*innen aus dem Stadtteil trugen zu diesem vielfältigen Programm bei – ein gelungener Auftakt für die Kulturinsel.
Entstanden ist ein stimmiges Ensemble, das gemeinsam mit dem Brakula vielfältige Möglichkeiten für Kultur eröffnet und einen echten Mehrwert für Bramfeld geschaffen hat. Nach der Eröffnung ging das Areal wie vorgesehen in die Verwaltung des Brakula über. Das Stadtteilarchiv Bramfeld fand im Försterhaus seine erweiterten Räume und auch die weiteren Flächen des Försterhauses konnten kulturnah vermietet werden. Die Außenbereiche nutzt das Brakula seitdem für große Veranstaltungen wie das Bramfelder Osterfeuer, Flohmärkte, Weihnachtsmarkt und den Tag der Offenen Tür. Darüber hinaus bieten sie Raum für “Urban Gardening” und andere Projekte.
Gefördert mit 1,3 Millionen Euro von Bezirk, Stadt und Bund und realisiert durch die Sprinkenhof GmbH, ist dieses Projekt beispielhaft, wie sich Bewohner*innen im Bezirk Wandsbek für ihre Bedürfnisse stark machen können.
Auch wenn das Brakula aus marketingtechnischen Gründen die Marke „Kulturinsel Bramfeld“ nicht weiterführt und bis jetzt nicht alle Ziele erreicht wurden, bleibt die Bedeutung dieser Initiative riesig. Der Stadtteil kann dankbar sein für die Zeit, die Kraft und die Vision, die engagierte Bürgerinnen und Bürger in dieses Projekt eingebracht haben. Der Geist der Kulturinsel lebt weiter – und vielleicht wird das Ensemble eines Tages doch noch um einen großen Saal ergänzt. Träumen ist erlaubt, und wer weiß: Vielleicht entsteht irgendwann eine neue Initiative, die dieses Vorhaben aufgreift.









